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  Petersberger Gespräche 2007

Neuroökonomie:


"Bewerten, Entscheiden und Handeln im neuronalen Netzwerk"

Es sagt sich leicht, dass in einem rohstoff- und flächenarmen Land wie
unserem die einzige nachhaltige wirtschaftliche Ressource in den Gehirnen der nachwachsenden Generation besteht. Es ist hingegen schwer, die sich hieraus ergebenden Konsequenzen ernst zu nehmen. Nur wenn wir dies tun, so lautet meine These, haben wir langfristig im internationalen Wettbewerb eine Chance.

Der Begriff der Neuroökonomie bezeichnet keineswegs nur die schlagzeilenträchtigen Versuche, dem Kunden bei seiner Kaufentscheidung
durch die Methoden der modernen Gehirnforschung besser auf die Schliche
zu kommen.

Vielmehr geht es um eine ganze Reihe von Berührungspunkten zwischen Neurobiologie und Ökonomie, wobei das Erkenntnisinteresse in beide Richtungen geht: Man kann tatsächlich wirtschaftliche Verhaltensweisen von Menschen besser verstehen, wenn man diese Menschen nicht als Vertreter der - nicht existierenden – idealisierten Gattung homo oeconomicus betrachtet, sondern
als real existierenden homo sapiens mit all seinen Schwächen und Fehlern,
Ecken und Kanten, aber auch positiven Überraschungen.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer


Eingeschränkte Rationalität


Menschen haben nur begrenzte kognitive Fähigkeiten.

Ihre Entscheidungen können deshalb nicht im strengen entscheidungs-theoretischen Sinn rational sein. Der Vortrag versucht Licht auf die
Struktur des tatsächlich beobachteten, eingeschränkten rationalen
Verhaltens zu werfen.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Reinhard Selten
Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, 1994


Evolution, Innovation, Organisation


Die Prinzipien der Evolution von Lebewesen lassen sich auch in der
Entwicklung sozialer Systeme finden.


Die Prinzipien der Evolution von Lebewesen lassen sich auch in der Entwicklung sozialer Systeme finden. Sie können als Modell für die Organisationsentwicklung verstanden und genutzt werden. Das gilt sowohl für die formale Seite, d.h. Veränderung von Strukturen, als auch für die inhaltliche Seite, d.h. die Entwicklung von Produkten.

Kreativität ist ein selbstorganisierter Prozess. Alle gezielten Interventionen des Managements erfolgen im Rahmen selbstorganisierter, evolutionärer Prozesse. Wenn deren Mechanismen bekannt sind, so lässt sich auch die Selbst-
organisation organisieren. Dies gilt für Innovationen im Bereich der
Strukturen wie der Produkte ... .

Prof. Dr. Fritz B. Simon


Die Rolle der IT in Veränderungsprozessen von Werten und Kultur


Konzern-Veränderungen bedingen oftmals Veränderungen
von IT-Landschaften und -Systemen.


Gleichzeitig sind sie wesentliche Träger von Wertewandel und Kulturveränderungen. Welchen Einfluss kann (und soll) abstrakte Technik
auf gelebte Unternehmenskultur haben? Welchen Beitrag kann IT im Change- Prozess leisten und wo sind die Grenzen?

Dr. Bettina Anders




 

Impression 2010

 

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